Volksbank-Filiale feierte 50-jähriges Bestehen

Geschäftsstellenleiter und Vorstandsvorsitzender blickten auf Geschichte zurück

Die Wörther Geschäftsstelle der Volksbank Straubing eG hat am Dienstagabend ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Der Geschäftsstellenleiter Walter Wierer und der Vorstandsvorsitzende Edmund Wanner blickten auf die Geschichte der Volksbank zurück. Pfarrer Johann Baier segnete die Geschäftsstelle und nahm eine Spende von 1000 Euro für die Kinder und Jugendlichen der Pfarrei entgegen.
Wanner sagte, er sei stolz, das 50-jährige Bestehen einer Geschäftsstelle zu feiern. „In der heutigen Zeit, in der sich manche Geldinstitute und Geschäftsmodelle von Banken durch Kurzlebigkeit auszeichnen, ist das etwas Besonderes“, sagte er. 1969 gründete die Volksbank Straubing eG eine Filiale in Wörth. Heribert Liebl übernahm die Leitung. Er habe sie in wenigen Jahren zu einer geschätzten Bank aufgebaut, sagte Wierer. Nach Liebls Tod 1994 übernahm Franz Schuderer und 2013 Wierer selbst. 1993 zog die Filiale in ihre heutigen Geschäftsräume um. Zuvor war sie in der Ludwigstraße 2, heute die Donau-Post, untergebracht. Er selbst sei seit 40 Jahren in der Filiale in Wörth beschäftigt, sagte Wierer. Ramona Wagner, die seit 28 Jahren in Wörth arbeitet, überreichte er einen Blumenstrauß. Als Auszubildender gehört Maximilian Kern seit 2018 dazu. Ines Mundt ist nach der Geburt ihres zweiten Kindes in Elternzeit.

Zu Beginn lief vieles ohne Computer

Wierer erinnerte sich, wie zu Beginn seiner Lehrzeit 1979 gearbeitet wurde. Ein Angestellter des Energieversorgungsunternehmens Heider habe die Stromrechnungen aller Kunden in die Bank gebracht. Dort seien sie mit den Kontonummern der Kunden versehen und dann nach Straubing in die Hauptstelle geschickt worden. Nach zwei Tagen seien sie von dort wieder zurückgeschickt worden. Die Wörther Mitarbeiter hätten die Rechnungen dann an die Kontoauszüge der Kunden geheftet. In den 50 Jahren seit der Gründung der Filiale in Wörth habe sich das Tagesgeschäft durch technische Neuerungen gewandelt, sagte Wanner. Aber obwohl es mittlerweile möglich sei, vieles online zu erledigen, bevorzugten Kunden und Mitglieder für die Beratung persönliche Gespräche. Deshalb biete die Bank beide Möglichkeiten an. „Dass es mit dem Filialsystem so weitergeht“ wünschte sich Wörths zweiter Bürgermeister Josef Schütz. Wanner antwortete, das hänge von den Kunden ab. Je mehr in der Filiale und nicht im Internet erledigt werde, desto wahrscheinlicher bleibe sie erhalten.

„Hoffe, dass Bargeld noch lang bestehen bleibt“

Pfarrer Johann Baier segnete die Geschäftsräume. „Ich hoffe, dass das Bargeld noch lang bestehen bleibt, weil ich sonst nicht wüsste, was ich mit dem Opferkorb anfangen sollte“, scherzte er. Kein Bargeld, sondern einen symbolischen Scheck überreichten ihm Wierer und Norbert Herten vom Bankvorstand. Die Spende von 1000 Euro kommt der Kinder- und Jugendarbeit der Pfarrei zugute. Wierer, Wagner und Wanner schnitten zum Abschluss des offiziellen Teils eine Torte an, die als Logo der Volksbank gestaltet war. Anschließend gingen die Gäste zum gemütlichen Teil des Abends über.

 

Quelle: Donau-Post

Edmund Wanner (von links), Walter Wierer, Ramona Wagner, Maximilian Kern und Norbert Herten freuten sich über das 50-jährige Bestehen der Volksbank in Wörth.