115. Vertreterversammlung

Volksbank Straubing präsentiert gute Zahlen

Vorstand und Aufsichtsrat präsentieren Jahresabschluss für 2018 • Bilanzsumme wächst auf 1,153 Milliarden Euro

Vertreterversammlung

Die Volksbank Straubing hat das Geschäftsjahr 2018 mit einer Bilanzsumme von 1,153 Milliarden Euro abgeschlossen. Rund 300 Mitgliedervertreter, Mitarbeiter und Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft waren am Montagabend zur Vertreterversammlung ins Foyer der Fraunhofer-Halle gekommen.
Der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Hubert Fischer betonte dabei, dass die Volksbank anders als Großbanken Erfolg nicht nur an Finanzkennzahlen festmache. Vorstandsvorsitzender Edmund Wanner gab außerdem bekannt, dass die Volksbank Gespräche mit der Volksbank Dingolfing über eine mögliche Fusion begonnen hat. „Nicht das schnelle Geschäft, der übertriebene Renditeanspruch oder etwaige Bonuszahlungen stehen im Mittelpunkt unseres Handelns, sondern Nachhaltigkeit und Erfolg für beide Seiten: Kunde und Bank“, sagte Fischer. Oberbürgermeister Markus Pannermayr, sowie der stellvertretende Landrat Franz-Xaver Stierstorfer würdigten die Volksbank als starken Partner für Mittelstand und Privatkunden. Ihre besondere Stärke seien die genauen Kenntnisse des Marktes und der persönliche Kontakt zu den Menschen in der Region.
Schwierige Rahmenbedingungen
Vorstandsvorsitzender Edmund Wanner stellte die noch gute Konjunkturlage mit nahezu Vollbeschäftigung heraus: „Mit ein wenig Stolz darf ich Ihnen heute unsere Erfolge erläutern.“ Allerdings mahnte Wanner: „Noch boomt die Weltwirtschaft, aber es ziehen erste dunkle Wolken auf. Wir müssen uns auf härtere Zeiten einstimmen.“
Für regionale Betriebe stelle der anhaltende Fachkräftemangel eine Belastung dar. Künftig sei es in erster Linie keine Frage der Wirtschaftlichkeit mehr, eine Bankfiliale offen halten zu können. Es stelle sich vielmehr die Frage, ob das notwendige Personal dafür da sei. Wanner betonte, dass in den 22 Geschäftsstellen neben den Geschäftsstellenmitarbeitern auch Spezialisten im Bereich Wohnbau, Vermögensberatung sowie Firmen- und Gewerbekundenbetreuung für kompetente Beratungs-leistungen zur Verfügung stünden: „Darüber hinaus sind wir über unser Online-Banking-System für unsere Kunden jederzeit und von jedem Ort aus erreichbar“.
Wachstumskurs setzt sich fort
Der Vorstands-Chef informierte die Vertreterversammlung außerdem über derzeit laufende Gespräche über eine Fusion mit der Volksbank Dingolfing. „Erste Ergebnisse werden im Lauf des Jahres den Aufsichtsräten vorgelegt. Falls es zu einer Fusion kommt, kann ich aber jetzt schon zusichern, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird.“ Auch 2018 stieg die Bilanzsumme der Volksbank um etwa 65 Millionen Euro deutlich an und erreicht einen Wert von rund 1,153 Milliarden Euro. Das betreute Kundenvolumen wuchs um 106 Millionen 2,282 Milliarden Euro. Darüber hinaus wurden über 180 Millionen Euro neue Kredite zugesagt und mehr als 32 Millionen Euro an zinsgünstigen Förderkrediten vermittelt. Im vergangenen Jahr hatte die Volksbank wieder rund 80000 Euro an Spenden an gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen ausgereicht, über die Crowdfunding-Plattform seien wurden zudem 24 Projekte erfolgreich finanziert und mehr als 130000 Euro gesammelt. Vorstandsmitglied Norbert Herten ließ die Vertreterversammlung über die Verwendung des Jahresabschlusses abstimmen. Dabei wurde eine Dividende von 2,0 Prozent und eine Rücklagenstärkung um 2,05 Millionen Euro genehmigt.

Artikel im Straubinger Tagblatt am 29.05.2019 von Wolfgang Engel.

Vertreterversammlung
v. l. Regionaldirektor Frank Penker, Vorstandsvorsitzender Edmund Wanner, ausgeschiedener Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Hubert Fischer, Vorstand Norbert Herten, Oberbürgermeier Markus Pannermayr und stellvertretende Landrat Franz-Xaver Stierstorfer