Vertreterversammlung

Volksbank Straubing weiter stabiler Partner in der Region

Vorstand und Aufsichtsrat präsentieren Jahresabschluss für 2017 • Bilanzsumme wächst auf 1,088 Milliarden Euro

Zur 114. Ordentlichen Vertreterversammlung der Volksbank Straubing konnte Dr. Hubert Fischer, Aufsichtsratsvorsitzender, knapp 300 Gäste im Foyer der Joseph-von-Fraunhofer-Halle begrüßen. „Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele“ zitierte er dabei zu Beginn Friedrich Willhelm Raiffeisen, der 2018 seinen 200. Geburtstag feiern würde und, neben Hermann Schultze-Delitzsch, einer der Gründungsväter der Genossenschaftsidee ist. Die genossenschaftlichen Werte von damals seien moderner denn je. „Auch in der digitalen Welt finden sich viele klassische Gedanken von Genossenschaften wieder – Menschen zu vernetzen, Ideen zu finden und Bedürfnisse zu erkennen“, betonte Fischer.

Grußworte sprachen Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr sowie Landrat Josef Laumer. Beide würdigten das große und breite Engagement der Volksbank in der Region und das vielseitige Wirken für ihre Kunden.

Innovative Lösungen im Niedrigzinsumfeld

Edmund Wanner, Vorstandsvorsitzender der Volksbank, ging bei seinen Ausführungen zunächst auf die wirtschaftliche Großwetterlage und die politischen Rahmenbedingungen ein.  „Die Weltwirtschaft boomt, auch in Ostbayern freuen wir uns über stabile konjunkturelle Verhältnisse“. Die EZB habe jedoch an ihrem extrem expansiven Kurs festgehalten. Sparer die auf kurzfristig steigende Zinsen hoffen, müsse er leider enttäuschen. Dennoch können die Berater vor Ort in den 22 Filialen alternative und innovative Anlageprodukte anbieten, die akzeptable Renditen versprechen. Die Bank biete persönliche Beratungen von Montag bis Freitag von 8:00 – 18:00 Uhr nach Terminvereinbarung in der Bank oder beim Kunden an. „Noch nie waren wir so flexibel erreichbar wie heute“. Selbstverständlich werde das bisher weitgehend analog ausgerichtete Geschäftsmodell im Sinne der Digitalisierung maßvoll und zielgerichtet weiterentwickelt. Neue, innovative Leistungen würden für die Bankkunden neue Möglichkeiten eröffnen, wie z. B. der kürzlich eingeführte digitale Anlage-Assistent „MeinInvest“.  Damit könnten Kunden online Geld anlegen und die Leistungen einer professionellen Vermögensverwaltung genießen. Ferner setze die Volksbank in allen Geschäftssparten auf Spezialistenteams, um den Kunden stets bestmögliche, kompetente Lösungen anbieten zu können.

Wachstum in der Bilanzsumme sowie im betreuten Kundenvolumen

Durch die stetigen Anpassungen an die geänderten Kundenbedürfnisse sei es der Volksbank trotz des schwierigen Marktumfelds gelungen, ihre Position zu festigen und ein gutes Ergebnis zu erwirtschaften. Die Bilanzsumme konnte um ca. 10,8 Mio Euro auf rund 1,088 Milliarden Euro und das betreute Kundenvolumen um 50 Mio, auf 2,175 Milliarden Euro gesteigert werden.

Volksbank gehört zu den besten VR-Fördermittelbanken in Bayern

Weiterhin konnte die Volksbank über 136 Millionen neue Kredite in 2017 zusagen. Hier engagierte sich die Bank abermals bei der Vermittlung zinsgünstiger Förderkredite aus öffentlicher Hand. Deshalb wurde die Volksbank von der DZ Bank AG als eine der besten VR-Fördermittelbanken in Bayern ausgezeichnet.  „Für unsere Kunden haben wir 2017 mehr als 32 Millionen Euro an zinsgünstigen Förderkrediten vermittelt“, so Edmund Wanner. „Wir sehen es als unseren Auftrag an, unseren Kunden optimale Finanzierungsbedingungen unter Nutzung aller Möglichkeiten anzubieten“.

Soziales Engagement in der Region

Auch im sozialen Bereich war die Volksbank wieder stark engagiert. Im Jahr 2017 wurden knapp 80.000,- Euro an Spenden an gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen vergeben. Darüber hinaus fördert die Bank mit der Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ das gesellschaftliche Engagement vor Ort. 16 regionale Projekte konnten hier bereits realisiert und über 91.000,- Euro gesammelt werden. Die Volksbank tritt zudem als sogenannter Co-Funder auf und erhöht jede Spende ab 5,- Euro um 5,- Euro. Mehr Infos unter https://volksbank-straubing.viele-schaffen-mehr.de“.

2,0 % Dividende für die Mitglieder

Die Zeiten bleiben für die Bank allerdings herausfordernd. Niedrigzinsniveau, Regulatorik, Digitalisierung und demografischer Wandel sind hier zu nennen. Trotzdem konnte dem Fonds für allgemeine Bankrisiken 3 Millionen Euro zugeführt und ein Jahresüberschuss in Höhe von 2.395.963 Euro erwirtschaftet werden. Unter Berücksichtigung einer Bonusdividende schüttet die Bank eine Dividende von insgesamt 2,0 % aus. Überdies können die Rücklagen um 2.050.000,- Euro aufgestockt werden. „Mit dieser soliden Ausstattung fühlt sich die Bank gut gerüstet für die Anforderungen des Gesetzgebers und die genannten Herausforderungen des Marktes“, erläuterte Vorstandsmitglied Norbert Herten in seinen Ausführungen zur Feststellung des Jahresabschlusses. Die Mitgliedervertreter zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden. Turnusmäßig schieden Dr. Carlo Maier und Maximilian Saradeth aus dem Aufsichtsrat aus. Diese wurden einstimmig von den anwesenden Mitgliedervertretern für drei weitere Jahre in das Aufsichtsgremium gewählt.

Einig zeigten sich die Mitgliedervertreter auch bei der Zustimmung zur Änderung der Satzung und der Wahlordnung, die durch die im Juli 2017 in Kraft getretene Änderung des Genossenschaftsgesetzes erforderlich war.

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